Reportage


Bauklötze mit Herz

Puzzles, die mit allen Sinnen erfahrbar sind, natürlich aus Holz gefertigt, völlig unbedenklich, hochwertig, kindgerecht, inspirierend und sehr niedlich anzusehen. Ihr Schöpfer heißt Saburo Oguro. Der 79-jährige Japaner lebt und arbeitet in Präfektur Kurashiki, zwei Stunden Autofahrt entfernt von Osaka, 700 Kilometer westlich von Tokio an der Südküste Japans. Schon 1960 beschäftigte er sich mit der Malerei, später reizten ihn mehr dreidimensionale Objekte. „Ich designe seit vierzig Jahren Tierfiguren als Vorlage für die Herstellung von Bauklötzen. Früher wurden Bauklötze einfach aus einfachen geometrischen Formen, wie Quadrat, Dreieck, Rechteck und Kreis hergestellt.“

 

 

Saburo Oguro beschränkt sich bei seiner Arbeit nicht auf diese vier Figuren, er gestaltet mit komplexen Kurven, Geraden und Punkten. Bedeutend dabei ist, dass mindestens eine konkave Kurve einer Tierfigur in das konvexe Gegenstück einer anderen Figur passt, sodass man beide Elemente zu einem Puzzle zusammenfügen kann. So entstehen ganze Tierfamilien, die ihre sozialen Strukturen über ihre ineinander passenden Formen auszuleben scheinen. Das lässt sie so anziehend erscheinen. Verstärkt wird diese Wirkung noch durch das Material Holz. Nichts Komplexes lenkt vom primären Ziel der perfekten Verbundenheit zweier unterschiedlicher Elemente ab. Diese vollkommene Formgebung bei größtmöglicher Wiedererkennung hat Saburo Oguro im Laufe der Jahre bis ins letzte Detail bei einer unglaublichen Vielfalt an Figuren perfektioniert. So lange, wie der Schaffensprozess eines Puzzles dauert, so schnell hat er die Figuren an seiner Dekupiersäge aus einem Holzbrett ausgesägt. „Dabei stand am Anfang nicht der reine Spielgedanke im Vordergrund“, erzählt der Designer ...

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Den vollständigen Artikel sowie die Schnittvorlagen finden Sie in FEINSCHNITTkreativ-Ausgabe 2 (Frühjahr 2015).

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